Der Weg von Shambhala

Das Kölner Shambhala-Zentrum ist ein Ort, in dem Menschen zusammenfinden, um ihren Geist zu erforschen und ihre Erfahrungen miteinander zu teilen. Meditation und Kontemplation spielen dabei eine wichtige Rolle, genauso wie Belehrungen, die ihre Wurzeln sowohl im tibetischen Buddhismus als auch in der Vision von Shambhala haben.

Wer zu uns kommt, findet mehrere Schwerpunkte für seine Praxis. Einer davon ist der Shambhala-Pfad, der in unserer weltweiten Gemeinschaft einheitlich gelehrt wird. Die Stationen dieses Wegs komplett zu absolvieren, kann mehrere Jahre dauern. Dazu gehören Programme mit Sitzmeditation, Vorträgen, Gruppendiskussionen sowie Einzelgesprächen. Die ersten Stationen des Shambhala-Pfades sind weltlich orientiert. Später kommen auch spirituelle Sichtweisen zum Tragen.

Der Shambhala-Pfad kann an jeder Stelle pausiert, wiederholt oder beendet werden. Es geht darum, eigene Erfahrungen zu machen und das eigene innewohnende Potential zu erwecken. Ziel ist es nicht, immer mehr Programme zu absolvieren um dadurch ein anderer Mensch zu werden. Der Shambhala-Pfad gibt eine konkrete Anleitung für die Entwicklung der eigenen Meditationspraxis und Potenzialentfaltung aus sich selbst heraus. In diesem Rahmen können Praktizierende ihren eigenen Weg finden.

Vielfalt an Möglichkeiten

Unser Zentrum ist zugleich ein Ort für Schüler*innen der Shambhala Lehrer Chögyam Trungpa Rinpoche und Sakyong Mipham Rinpoche. Manche Mitglieder haben zu Sakyong Mipham Rinpoche ein enges Lehrer-Schüler*innen-Verhältnis in der Tradition des tibetischen Vajrayana-Buddhismus.

Ein Teil unserer Mitglieder bringt ein sehr vielfältig ausgeprägtes Interesse am tibetischen Buddhismus mit und beschäftigt sich deshalb nicht nur mit Shambhala Belehrungen, sondern auch mit Lehren aus anderen Traditionen. Diesen Schwerpunkt bieten wir erst seit kurzem an.

Niemand muss sich nur für einen der drei oben beschriebenen Schwerpunkte entscheiden. Im Gegenteil – wer zu uns kommt, darf sich so viel Zeit nehmen wie nötig, um seine persönlichen Bedürfnisse immer wieder aufs Neue zu erkunden.

Shambhala-Training

Der Shambhala-Pfad stellt einen weltlichen Weg der Meditation dar und ist gleichzeitig eine Einführung in die Grundlagen des Shambhala-Buddhismus. Er ist offen für Beginnende und Fortgeschrittene, unabhängig davon, ob sie einer spirituellen Tradition angehören. Ausgangspunkt ist das Shambhala-Training, für das Chögyam Trungpa Rinpoche in den 70er Jahren die Grundlagen geschaffen hat. Es besteht aus fünf Wochenenden sowie Abendkursen, die erfahrene Lehrende leiten.

Im Shambhala-Training erlernst du die Praxis der Sitzmeditation, die in der Tradition des Buddhismus über Jahrhunderte weitergegeben wurde. Durch die Übung von Achtsamkeit und Gewahrsein lernen wir, uns einfach sein zu lassen. Die Meditation bringt uns in den unmittelbaren Moment. Wir kommen in Kontakt mit Gefühlen, Intelligenz und Kreativität. Das hilft uns, den Alltag in einer modernen Gesellschaft gut und sinnvoll zu gestalten. Wir lehren auch Formen der Kontemplation, also die gedankliche Ausrichtung auf einen Satz oder ein Wort. So setzt du dich mit bestimmten Themen auseinander und kannst im Austausch mit anderen deine eigene Sichtweise entwickeln.

Hier findest du eine Übersicht der genauen Abfolge des Shambhala-Trainings.